Paranoia

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Paranoia

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Mrz,2017

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Mir ist etwas mulmig zumute. Es fing an mit der Sichtung einer nordkoreanischen Tupolew auf dem Flughafenvorfeld. Diese sensationelle Entdeckung konnte ich mit niemandem teilen, da die beiden Imperialisten wieder mit ihrem subversiven Handeln (Schnarchen) beschäftigt waren. Als ich jedoch eine halbe Stunde später zur Toilette gehen wollte saß ein paar Sitzreihen weiter eine seltsam homogene Zusammenrottung beisammen. Ca. drei Dutzend mehr oder weniger gleichförmig gekleidete und frisierte hagere Gestalten mit angezogener Spaßbremse. Als ich vorbei ging musste ich dem großen Drang widerstehen, mich vor ihnen auf den Boden zu werfen und um Gnade zu winseln. In den recht dunkeln Toilettenräumlichkeiten dann weitere mutmaßliche nordkoreanische Parteikader, fast alle sonnenbebrillt. Mich bei meiner Verrichtung nach diversen Fluchtrouten umsehend erklang aus einer der Kabinen ein sattes Rülpsen. Ein Angriffssignal, ich war mir sicher! Fluchtartig wandte ich mich zum Ausgang, beim Rückmarsch eine Wegsperre der drei hochfrisierten Dutzend, ein Gruppenfoto vortäuschend. Meine Mitreisenden hatten zwar ihr subversives Handeln eingestellt, nun aber mit dekadentem Tun (Smartphonestarren) beschäftigt. Unter den Sitzreihen durchrobbend konnte ich mich durchschlgen. Umsonst! Gerade fürchte ich liest der Genosse Untergeneralsekretär mein digitales Bewegungsprotokoll einschließlich dieses Beitrages hier raus. Ich bin verloren! 

Über den Autor

Heiko
Das Hirn

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