HORST10: pontifex minimus

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HORST10: pontifex minimus

26
Apr,2014

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Also, gestern waren wir in Avignon. Ja, was soll ich schreiben? im Mittelalter zeitweilig Zentrum der römisch-katholischen Welt. Sitz mehrerer Päpste und auch Gegenpäpste (für kirchlich Unwissende, vergleichbar heute wären Merkel und Gegenmerkel). Seit gestern habe ich endlich den Beweis, warum das 7. Merkel äh, der 7. Papst wieder den römischen Grund und Boden bevorzugt hat. Auf dem Spiel stand schlichtweg der Ruf als pontifex maximus, als oberster Brückenbauer. Die direkt unterhalb des Papstpalastes gelegene Brücke Saint-Benezet über die Rhône fiel nämlich in unschöner Regelmäßigkeit in sich zusammen, so dass Papst Gregor XI. es vorzog, wieder Brücken über den trägen Tiber zu bauen ( Rom hat heute mehr Brücken als Senatoren, und das will was heißen).
Immerhin haben die Franzosen ihren Frieden mit der Brückenruine geschlossen und ihr sogar ein Lied gewidmet, „sur le pont d’Avignon“. Das nenne ich Großmut, bei uns würde es erst diverse Bürgerinitiativen geben, gefolgt von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der Verfahrensübernahme durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und Übergabe der Baustelle an Hartmut Mehdorn. Aber, okay, besser als die Ruine durch ein Duett von Heino und Jan Delay besingen zu lassen. ..

Über den Autor

Heiko
Das Hirn

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