Bergab

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Bergab

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Mrz,2017

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Eine lange Nacht ließ in uns ein gewisses Gefühl des Mangels erwachsen. Es dauerte ein wenig bis es dämmerte. Wir waren schon zu lange an einem Ort. Da kam eine zünftige sechsstündige Fahrt nach Sagada gerade recht um dieses Gefühl der Leere und Rastlosigkeit etwas zu mildern. Unsere Reiseleitung gewährte uns ein großzügiges Zeitbudget von 2 Minuten, 46 Sekunden um uns frühstücks- und reisebereit zu machen. … und hier  verlässt den Verfasser leider der Großteil der verwertbaren Erinnerungen. Ich hätte den  Beitrag vorgestern noch zu Ende schreiben sollen. So wurde aber beim gestrigen Gewaltmar…. „Ausflug“ mein Hirn sämtlich Innenrinde und Aussenpelle ausgekocht und weichgesotten. Teile meiner Zunge müssten sich noch verteilt auf diversen der 8674 Stufen befinden. Aber ich greife im Tag vor. Vorgestern waren wir nach besagten lächerlichen sechs Stunden Busfahrt uns dort die hängenden Särge angeschaut. Wir hatten dafür einen Führer zur Seite gestellt bekommen. Er stellte sich als Dankju (oder so ähnlich) vor und hatte gleich eine kleine Scherzanalogie parat. Dankju = Danke. Ob wir ihn verstehen würden. Oh ja, ich verstand. Ich beschloß ihn fortan „500 PesosDANKE“ zu nennen. Aber er kümmerte sich rührend um uns. So sorgte er dafür daß nur einer statt alle den Hang runterpurzelte(n),  wir mit nur durchschnittlich 4 Dutzend statt 5 Dutzend Moskitostichen davon kamen und wir nach der Führung nur noch zu 95% ahnungslos statt zu 100% blöd waren. Solcherart beeindruckt von so viel Fürsorge wurde der gute Dankju mit 150 Pesos und wir anschließend mit keiner Miene mehr bedacht. Danach waren wir noch nacheinander bei den örtlichen Franzosen (Trinken) und Spanier (Essen) eingekehrt. Beim ersten ist die Lampe beim Brühen des Kaffees explodiert und beim letzteren der Verfasser statt auf der Toilette irrtümlich im Zimmer einer adretten Französin gelandet. Hätte ich wie so oft mich schon beim Betreten des Raumes weitestgehend auf mein kommendes kleines Geschäft vorbereitet (schneller Gang, hektischer Blick und offene Hose auf halb acht), hätte die auch so schon etwas delikate Situation sicherlich vollkommen aus dem Ruder laufen können. Der Rest der Truppe wurde derweil im Gastraum von einer seltsamen Bannmeile umschlossen, trotz gut gefüllter Kneipe traute sich niemand in die Nähe. Man hatte wohl von unserem diesjährigen schlechten Karma erfahren. 

Über den Autor

Heiko
Das Hirn

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